Google DNS ServerFreitag, 4. Dezember 2009Trackbacks
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Was mich aber positiv beeindruckt, dig sagt mir, dass zumindest der 8.8.8.8 schneller antwortet als der von Arcor verteilte. Auch wenns nur 10 - 15 ms sind...
Es mag zwar sein, dass der 8.8.8.8 schneller antwortet, aber nur weil Funktionen aussen vor gelassen werden.
Ausserdem, wird OpenNic vollständig unterstützt bzw. ist eine vollständige Unterstützung geplant? Falls nicht, ist es lobbyistischer Dreck, der boykottiert gehört. Denn, wer zu einseitig die ICANN bei ihrem Ziel unterstützt, in den nächsten Jahren jedem Interessenten mindestens 185.000 US Dollar je Domainendung in Rechnung zu stellen, braucht sich nicht zu wundern, wenn preisbewusste und sich kritisch mit Wucherpreisen auseinandersetzende Internetnutzer ihre Konsequenzen ziehen! Und vom dem Thema Datenschutz gar nicht erst zu reden! Also, deshalb schlage ich auch vor, Begriffe wie googlen usw. noch einmal zu überdenken und nicht im Zusammenhang mit Suchdiensten einen einzelnen Anbieter hervorheben. ;-)
Wen interessiert OpenNIC? Ich nutze die DNS Server von Google nicht. Ich bin eh sehr sparsam bei der Nutzung von Google Diensten, trotzdem liebe ich die Suchmaschine und werde sie auch weiter nutzen.
Nun, mit OpenNic kann man seine persönliche Domainendung (.TLD) zum Nulltarif beantragen. Mit den frei downloadbaren Tools zu diesem Projekt könntest Du eine Domain wie blog.blazilla neben blazilla.de betreiben. ;-)
Die ICANN würde Dir dafür, wenn Du da dazu anfragen würdest, in wenigen Jahren 185.000 US Dollar als absolutes Minimum berechnen, aber mit den unter freien Lizenzen stehenden für OpenNic verwendeten Tools, die heute schon funktionieren, müsstest Du dafür nichts bezahlen. Wenn das kein Schnäppchen ist, dann geh zu Aldi! duck
#2.1.1
am
05.12.2009 21:37
Ich kann nur hoffen das sich der Schwachsinn mit der OpenNIC nicht durchsetzt. Sonst haben wir bald zwei Systeme für DNS. DNS funktioniert so nicht, das führt das ganze System ad absurdum. Ich sehe auch keinen Sinn in persönlichen Domainendungen. Mir sind .biz, .eu etc. schon ein graus. Weißt du denn wie sich die 185.000 US-$ zusammensetzen? Diese Hürde ist MEHR als sinnvoll, damit nicht jede Pappnase meint, er müsste .mueller als persönliche TLD haben. Ich würde das komplett verbieten. Die wenigsten Leute haben wirklich das technische Knowhow sowas ordentlich zu managen, sieht man ja schon bei so manchem Root-Server. Ich betreibe selber DNS Server, und da sollte man wissen was man tut. OpenNIC abschaffen, persönliche TLDs gar nicht erst zulassen und DNS so lassen, wie es ist. Vielleicht etwas mehr DNSSEC.
"Ich kann nur hoffen das sich der Schwachsinn mit der OpenNIC nicht durchsetzt. Sonst haben wir bald zwei Systeme für DNS. DNS funktioniert so nicht, das führt das ganze System ad absurdum. Ich sehe auch keinen Sinn in persönlichen Domainendungen. Mir sind .biz, .eu etc. schon ein graus. Weißt du denn wie sich die 185.000 US-$ zusammensetzen? Diese Hürde ist MEHR als sinnvoll, damit nicht jede Pappnase meint, er müsste .mueller als persönliche TLD haben. Ich würde das komplett verbieten."
Ja klar, alle Server betreibende Websurfer haben es nicht anders verdient, als solche Beträge bei der ICANN zahlen zu müssen, wenn man diesen Worten Glauben schenken würde und alles soll so bleiben wie es ist, gelle? Und Verbote sind dafür gedacht, dass das Internet sicherer wird?
Warum aber nicht dazu beitragen, dass die Tools sicherer werden und den Interessenten Sicherheitstipps mit auf den Weg gegeben wird? Im übrigen besteht das Projekt OpenNic schon seit 1999, von daher kann man irgendwo von einem gewissen Sicherheitsstand sprechen, oder nicht?
"Die wenigsten Leute haben wirklich das technische Knowhow sowas ordentlich zu managen, sieht man ja schon bei so manchem Root-Server. Ich betreibe selber DNS Server, und da sollte man wissen was man tut. OpenNIC abschaffen, persönliche TLDs gar nicht erst zulassen und DNS so lassen, wie es ist. Vielleicht etwas mehr DNSSEC."
Schon mal daran gedacht, dass auch Hoster diese Funktion in ihr System integrieren können? An der Stelle noch eine Anmerkung. Bei dem hohen Preis bei dem Angebot der ICANN bleiben kleine Städte und Gemeinden aussen vor, dessen Stadtobere nicht mal eben 185.000 US Dollar aus der Portokasse zahlen können und auch andere Punkte gibt es, die in der Hinsicht bedacht werden müssten. So wurde vor einigenJahren in Amerika von religiösen Gruppen erfolgreich gegen die Einführung von Domainendungen protestiert. Es ging dabei zwar um Sexdomains (.sex), aber jetzt so kurz nach dem Volksentscheid der Schweiz tritt auch etwas anderes zutage. Was wäre denn, wenn jemand eine muslimische Domainendung beantragen würde, wogegen ein anderer protestiert, und dem Druck nachgegeben würde. Das ist eben das Problem der ICANN, es wird debattiert, alles auf die lange Bank geschoben, und in einigen Jahren kommen die Lösungen vielleicht, wenn sich mal keine unbeteiligte Lobbygruppe zu Wort meldet, die sich daran stört. OpenNic ist da schon eher die Lösung, wirklich zu machen und nicht immerzu zu verschieben. Im übrigen ist erlaubt, was nicht verboten ist. ;-)
In diesem Sinne
canary
#3
am
06.12.2009 15:43
Viel Text, ändert aber trotzdem nichts an meiner Meinung zu dem Thema: Hoffentlich setzt sich der Quatsch mit der ICANN nicht durch. Personalisierte TLD sind Blödsinn, die braucht keiner. Und wer sie haben will, kann dafür gerne 185.000 US-$ zahlen.
Und die Einführung von Sicherheitsrelevanten Features wird von der ICANN gelegentlich verzögert. Andere können direkt Fehler ohne Ausschüsse zu bilden und Monate/Jahre über zu diskutieren, einfach machen.
Jetzt kommt zwar DNSSEC, aber wie wird es in den nächsten Jahren sein? Wird da auch immer alles rechtzeitig kommen, oder nur wenn es denn sein muß Flickschusterei?
#4
am
06.12.2009 15:59
"Hoffentlich setzt sich der Quatsch mit der ICANN nicht durch. Personalisierte TLD sind Blödsinn, die braucht keiner. Und wer sie haben will, kann dafür gerne 185.000 US-$ zahlen. "
Kleinere Gemeinden, eingetragene Vereine, Privatpersonen und kleine und mittelständische Unternehmen sollen also schon aufgrund des hohen Preises keine Möglichkeit bekommen, diese Chance für sich zu nutzen? Und Gruppen, deren Anträge von der ICANN abgelehnt wurden/werden müssen das auch so hinnehmen? Das jedenfalls wäre eine sehr traurige Entwicklung. Und mal so gesagt, mit der ICANN ist es vielleicht wie mit dem Internet Explorer 6. Dieser wurde über Jahre hinweg kaum merklich weiter entwickelt. Erst durch den erstarkten Browser Mozilla stieg der Druck für Microsoft, dem Hersteller vom Internet Explorer, deutlich aktiver zu verbessern.
Du hattest DNSSEC angesprochen. Wie lange gibt es das schon? Kleiner Tipp, im Oktober 2005 wurde mit der schwedischen SE-Domain erstmals eine .TLD digital unterschrieben. Und, wie lange lässt eine gänzliche Integration auf sich warten? Na?
http://www.virenschutz.info/beitrag-DNSSEC-soll-ab-Anfang-2011-fuer-mehr-Sicherheit-im-Internet-sorgen-3110.html
Mal so gefragt, liegt es nur an technischen Schwierigkeiten, dass man Jahre braucht, oder kann es auch an organisatorischen Defiziten hängen?
Im übrigen kann man .TLDs fernab der ICANN mit dem quelloffenen Bind9 und 1-2 Erweiterungen betreiben. Also, ist das so unsicher? ;-)
#5
am
06.12.2009 22:15
Nur zur Info: Ich kann mit jedem DNS beliebige TLDs betreiben. Aber es macht keinen Sinn, da sie von Außen nicht erreichbar sind, sie sind in den Root-Servern ja nicht bekannt. Der IE6 ist alt und gehört ausgemustert. Alte Zöpfe muss man abschneiden. Noch mal: Es gibt keinen technischen Nutzen von personalisierten TLDs. Daher ist die Grenze von 185.000 US-$ in Ordnung und sollte meiner Ansicht nach noch höher liegen. Ich würde sogar soweit gehen und den Quatsch ganz abschaffen.
"Nur zur Info: Ich kann mit jedem DNS beliebige TLDs betreiben. Aber es macht keinen Sinn, da sie von Außen nicht erreichbar sind, sie sind in den Root-Servern ja nicht bekannt."
Das stimmt, allerdings kann man Lösungen bereitstellen, womit sich jeder Nutzer dies auf seinem Rechner einrichtet.
Meines Wissensstandes unterstützen die ersten Linux-Projekte OpenNic.
"Der IE6 ist alt und gehört ausgemustert. Alte Zöpfe muss man abschneiden"
Dem stimme ich zu, aber Du hast vergessen in dem Zusammenhang IE7 u. IE8 zu nennen. Im übrigen spielt der IE (in allen Versionen) in Deutschland weniger eine Rolle wie Firefox (technischer Nachfolger v. Netscape Navigator)!
"Noch mal: Es gibt keinen technischen Nutzen von personalisierten TLDs. Daher ist die Grenze von 185.000 US-$ in Ordnung und sollte meiner Ansicht nach noch höher liegen. Ich würde sogar soweit gehen und den Quatsch ganz abschaffen."
Doch, den technischen Nutzen gibt es. Du siehst ihn nur nicht! An der Stelle ein Hinweis: Mit einer Alternative wäre jeder souveräne Staat unabhängig von einer Institution des US.Handelsministeriums.
Was noch zu beachten ist, hatte ich schon geschrieben!
Ich habe eine experimentelle Unterstützung von OpenNic in eine auf dem wahrscheinlich besten Linux für den Desktop (PCLinuxOS) aufbauende eigene Remaster eingebunden. Jeder kann sich diese unter http://www.keinewerbung.tld runterladen.
Punkt 1: Nur weil ich keinen Vorteil sehe, heißt das nicht automatisch, dass es einen Vorteil gibt. DNS funktioniert so nun mal nicht. DNS ist ein hierarchisch aufgebautes System, da kann man keine Anarchie gebrauchen. Punkt 2: Firefox hat nur in Deutschland mehr Marktanteile als anderswo. Und da bin ich mir nicht mal sicher, wie sehr man dieser Statistik vertrauen kann. Und damit ist die Diskussion an dieser Stelle beendet.
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